Junge Menschen für Informatik begeistern und gleichzeitig kleinen und mittleren Unternehmen die Chancen digitaler Technologien eröffnen: Das schafft das zdi-Netzwerk Gelsenkirchen, das von der Wissenschaftspark Projekte gGmbH gemanagt wird, mit langjähriger Erfahrung und vielen konkreten Bildungsangeboten. Jetzt wurde das Projekt „Bits4Teens“ abgeschlossen. Dabei ist gleich eine ganze Serie von neuen Unterrichtsmodulen entstanden, mit denen erfolgreich Neugier auf Informatik geweckt werden kann. Gerade auch bei Jugendlichen, die keinen einfachen Zugang zu Technik haben. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur überzeugte sich bei einem Besuch im EnergyLab, dem Schülerlabor im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, wie das Zusammenspiel von Bildungsangeboten, Schulen und Unternehmen funktioniert.
Zwei Jahre lang hat das Team der Wissenschaftspark Projekte gGmbH gemeinsam mit Unternehmen, Schulen, und rund 100 Jugendlichen der Jahrgangsstufen 6 bis 13 aus der Emscher-Lippe-Region neue Unterrichtsmodule entwickelt.
Immer ging es um Informatik, aber im Vordergrund standen konkrete Projekte. Denn gerade für die so genannten „easy-to-ignore-Gruppen“, die trotz Neugier und Interesse außen vor bleiben, weil ihnen einfache Zugänge fehlen, galt es, spannende Einstiege zu finden: Kleine Aufgaben, die sich per Finanzrechner auf eigener Homepage regeln lassen, für die man den Minicomputer „Calliope“ programmieren oder einen kleinen fahrenden Roboter „Düvelbot“ bauen kann. Plotter- und 3D-Drucke für exklusiv selbst entworfene Designerkleidung, die ja nur dann fertig wird, wenn Computerprogramme wie „TinkerCAD“, „Fusion360“ und „Cricut Design Space“ beherrscht werden – und das Handling der Geräte noch obendrein.
„Im Vordergrund stand der Spaß. Wir hatten am Ende sogar einige Mädchen dabei, die kamen früher, gingen später und fragten, ob sie nicht auch am Wochenende kommen könnten“, berichtet Projektmanagerin Nicole Elsenheimer stolz. Auch wenn dem Wunsch nach Wochenendkursen leider spontan im zdi-Netzwerk nicht entsprochen werden konnte: „Wir freuen uns über die Begeisterung und sind davon überzeugt, dass solche gelungenen Einstiege in die Informatik auch für die eine oder andere spätere Berufswahl sehr hilfreich sein werden“, sagt Dr. Thorsten Balgar, Bereichsleiter Fachkräftesicherung bei der Wissenschaftspark Gelsenkirchen Projekte gGmbH.
Auch kleine und mittlere Unternehmen aus Gelsenkirchen beteiligten sich an der Entwicklung der neuen Unterrichtsmodule, etwa das auf 3D-Druck spezialisierte Unternehmen 3Dpersolutions aus Buer. „Als Unternehmen der Additiven Fertigung denken wir in Prototypen – und genau so lernen Jugendliche hier auch: machen, testen, verbessern. 3D‑Druck ist dafür perfekt, weil aus einer Idee schnell etwas Greifbares wird", so Lasse Gieskes von 3Dpersolutions.
Gemeinsam mit allen Beteiligten hat das Team des Wissenschaftsparks nun binnen zwei Jahren sechs Kursformate samt didaktischem Material entwickelt, zusammengestellt und in zahlreichen Pilotkursen erprobt.
Ein Kursmodul – “Programmieren mit dem Düvelbot“ hat das Max-Planck-Gymnasium bereits in sein AG-Angebot integriert. Die Teilnehmer dieses Kurses zeigten NRW-Ministerin Mona Neubaur bei ihrem Besuch im EnergyLab in Gelsenkirchen, wie eigene Ideen mit dem 3D-Druck zum Leben erweckt werden, Spiele mit dem Calliope programmiert werden können und kreative Designentwürfe am Plotter umgesetzt werden.
Die Kursmodule werden in die Angebote des zdi-Netzwerks Gelsenkirchen integriert, fortentwickelt und auch anderen zdi-Netzwerken zur Verfügung gestellt.
> zdi („Zukunft durch Innovation“) ist die landesweite Gemeinschaftsoffensive zur Förderung von MINT-Bildung und Berufsorientierung (www.zdi-portal.de).
> Für die Ministerin war die Visite im EnergyLab Teil einer Tour zu mehreren Transformationsprojekten im Ruhrgebiet, die vom Land NRW und der Europäischen Union gefördert werden. Neben dem Besuch im zdi-Netzwerk Gelsenkirchen standen das Transferhub Digitalisierung & Circular Economy in Bottrop und ein städtebauliches Projekt in Duisburg auf dem Programm.
> Das Projekt „Bits4Teens“ wurde finanziell gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027.
(Quelle: Pressemeldung vom 27.04.2026)
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